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Für Sie gelesen: Erde 5.0 und Technology vs. Humanity


Während der Vorrecherche zu meinem neuen Buch „Die Orbit-Organisation [1]“ habe ich natürlich auch eine Menge anderer Bücher gelesen. Zwei stachen dabei besonders heraus: „Erde 5.0“ von Karl-Heinz Land und „Technology vs. Humanity“ von Gerd Leonhard. Was diese beiden Bücher besonders macht?

Darum geht’s in „Erde 5.0“ von Karl-Heinz Land

Karl-Heinz Land hat sein ursprüngliches Thema „Digitaler Darwinismus“ enorm weiterentwickelt. In Erde 5.0 beschäftigt er sich damit, wie sich unser Heimatplanet retten lässt. Wie einige andere Vordenker auch kommt er zu dem Schluss, dass, wenn überhaupt, die Digitalisierung dabei unsere wohl letzte Chance sein könnte.

In Kapitel 1 geht es zunächst um den überforderten Planeten, um Wachstum ohne Rücksicht und die Natur in Not. In einer sehr anregenden und verständlichen Sprache wird in den Folgekapiteln erläutert, welchen Einfluss Digitalisierung und Künstliche Intelligenz auf unsere Zukunft haben werden und welche Folgen die Dematerialisierung der Dinge mit sich bringt.

Schließlich wird dargelegt, wie sich die drängenden Probleme der Welt mithilfe digitaler Technologien lösen lassen: Hunger, Krankheiten, Armut, Wasser, Klimawandel, Energieverschwendung und Verteilungsszenarien sind dabei wichtige Themen. In Kapitel 6 wird gezeigt, dass Bildung der Schlüssel für unsere digitale Zukunft ist.

In Kapitel 7 wird schließlich der Kapitalismus, so wie wir ihn heute kennen, hinterfragt. Eine Sinnwirtschaft wird dem gegenübergestellt. Das schön gestaltete Buch endet mit einer Rede vor Student*innen der Steve-Jobs-University im Jahr 2060. Eine hoffnungsvolle Vision, die zeigt, dass es die Erde tatsächlich schaffen kann.

Darum geht’s in „Technology vs. Humanity“ von Gerd Leonhard

In diesem Buch geht es um unsere Zukunft im Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Die gute Nachricht vorweg: Der Autor schätzt unsere Zukunftschancen derzeit zu 90 Prozent positiv ein. Genauso wie Land mahnt er aber dazu, sich mit hoher Dringlichkeit auf den Weg zu machen, um dieses Ziel zu erreichen.

Mit seinem Buch will der Autor, der sich zugleich als Futurist und „Nowist“ (Jetztforscher) bezeichnet, eine Debatte anregen, „wie wir die Entwicklung von Wissenschaft und Technik besser lenken, nutzen und kontrollieren können.“ Nur so könne sichergestellt werden, „dass sie ihre primären Zwecke erfüllen, nämlich dem Menschen zu dienen und zu unserem Wohlergehen beizutragen.“

Sein Ehrgeiz ist es, „diese Diskussion über einen engen Kreis von überspannten Technikfans, ernsthaften Akademikern und bedachten Analysten auszuweiten und in die breite Öffentlichkeit zu tragen“, die aus seiner Sicht noch überhaupt nicht verstanden hat, welche Bandbreite der technologische Wandel mit sich bringen kann: Hölle oder Himmel auf Erden.

Was wir als Menschen, wenn alles gut läuft, im Zusammenspiel mit digitalen Technologien vor allem gewinnen: Mehr Zeit für sinnstiftende, kreative Tätigkeiten sowie mehr Zeit für soziale Interaktionen und eine ganz individuelle Selbstverwirklichung. (:-) Hier geht es zu einer ausführlichen Leseprobe [2].

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