Wie Sie für Gesprächsstoff sorgen: Storytelling, eine gute Content-Strategie und Guerilla-Aktionen

StorytellingMenschen sind sehr empfänglich für Geschichten, weil unser Oberstübchen bildhaft denkt. Neurowissenschaftler glauben, dass jeder Denk- und Entscheidungsprozess von einem inneren Kopfkino begleitet wird. Dabei mögen wir am liebsten Geschichten mit glücklichem Ausgang.

Doch mal ehrlich: Welche Storys werden bei Ihnen auf den Gängen, in der Kantine und am Telefon erzählt? Was wird von Praktikanten ausgeplaudert und von Außendienstlern unters Volk gebracht? Welche Darstellungen verbreiten die Führungskräfte? Und welche der Pförtner, wenn man ihn fragt?

Reden Sie über Resultate und nicht über Probleme!

Das Bild, das Ihre Leute zeichnen, ist das Bild, das man von Ihnen haben wird. Also: Erzählen Sie die Geschichten, die man über Sie erzählen soll! Reden Sie über Resultate und nicht über Probleme! Von einem positiven Image werden alle wie magisch angezogen: die (potenziellen) Mitarbeiter und die Kunden.

Erfolgsgeschichten spornen uns an, sie beflügeln und setzen eine Menge Energien frei. Sie werden gut behalten und gerne weitererzählt. Suchen und finden Sie also positive kleine Stückchen Konversationsmaterial. Und entwickeln Sie Content, auf den die Mitarbeitenden stolz sein können. Profis schaffen sich dazu einen regelrechten Content-Pool an, aus dem sie fortlaufend schöpfen.

Worum es bei einer Content-Strategie geht

Bei einer Content-Strategie geht es darum, dass sich Botschaften als nützliche, relevante und unterhaltsame Inhalte weiterverbreiten. Dabei rücken Selbstdarstellungen in den Hintergrund. Im Vordergrund stehen Informationen, die einen hohen Mehrwert haben. Das Unternehmen ist zwar präsent, tritt aber nur dezent als Urheber der Inhalte auf.

Ziel ist es, Interesse zu wecken, Vertrauen aufzubauen und die anvisierten Zielgruppen an die Arbeitgebermarke heranzuführen. Dafür kommen unter anderem Fachbeiträge, Präsentationen, Videos, Webinare, Infografiken und Bilder infrage. Und natürlich Geschichten.

Storys über originelle Recruiting-Aktionen

Von Bill Gates erzählt man sich das: Wenn seine Recruiting Scouts einen vielversprechenden Kandidaten geortet hatten, der exzellente Noten schrieb, neben seinem Studium ein kleines Startup betrieb, jede Menge sportliche Auszeichnungen ergatterte und für ein soziales Engagement geehrt worden war, was tat Gates dann? Er rief diesen Kandidaten persönlich an und fragte ihn, ob er bei Microsoft arbeiten wollte. Ja, so können Mythen entstehen.

Storys über originelle Recruiting-Aktionen werden eben besonders rege weiterverbreitet. Versuchen Sie es doch einmal mit Guerilla-Marketing! Guerilla-Marketing? Hinter diesem martialisch klingenden Begriff stecken viel Kreativität und immer wieder neue Überraschungen. Sie polarisieren und bringen sich so ins Gespräch. Man mag sie oder man mag sie nicht, aber man redet über sie.

Guerilla-Aktionen im Recruiting

Auch im HR-Bereich kann es mit vergleichsweise kleinem Budget gelingen, potenzielle Bewerber per Guerilla-Taktik auf sich aufmerksam zu machen.

Wie aus dem Hinterhalt kam die Kündigungskalenderkampagne der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt, die beim Kreativ Festival in Cannes einen Goldenen Löwen gewann. Der Kalender lieferte 365 unterschiedlich vorformulierte Schreiben, mit denen Kreative bei ihrem bisherigen Arbeitgeber kündigen konnten, um schneller eine neue Stelle bei JvM antreten zu können.

Die Agentur Scholz & Friends konterte mit einer Aktion in Kooperation mit einem bei Agenturmitarbeitern sehr beliebten Pizza-Lieferservice. Wenn dort jemand eine Pizza bestellte, wurde zusätzlich eine kostenlose „Pizza Digitale“ mitgeliefert – eine Pizza mit einem QR-Code aus Tomatensoße. Hierüber gelangte man direkt zu einem Jobangebot. Zwölf Bewerbungen gingen daraufhin ein. Und das dazugehörige Video brachte es bei YouTube auf über 33.000 Klicks.

Tipps für eine funktionierende Guerilla-Taktik

„Wichtig, wenn man die Guerilla-Taktik wählt“, sagt Guerilla-Marketing-Experte Thomas Patalas, der in meiner Heimatstadt Mönchengladbach lebt, „ist – neben Originalität und Mut – zweierlei: niemals die gleiche Aktion wiederholen und niemals eine fremde Idee abkupfern. Der Erfolg hängt ab vom Überraschungseffekt. Wer sich an Kampagnen dranhängt, die ähnlich bereits gelaufen sind, erntet eher Spott als Ansehen.“

Ein weiterer Aspekt ist der Mundpropaganda-Effekt. Aktionsinfos können ins Social Web eingestreut werden und sich von dort aus weiterverbreiten. Die Presse und auch Blogger mögen dankbare Abnehmer sein. Und die eigenen Mitarbeiter können sie als Botschafter in ihre eigenen Netzwerke tragen.

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