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User Generated Content: Wie Sie Menschen für die Content-Produktion gewinnen

Bei User Generated Content (UGC) handelt es sich um schöpferische Unikate, die ein User im Web der Allgemeinheit oder seinem spezifischen Netzwerk zur Verfügung stellt.

Zudem können die User auf den von einem Unternehmen veröffentlichten Content reagieren, zum Beispiel mit einem Blogbeitrag, einem Video, einem Foto, einem Designentwurf, einer Produktrezension, einem Erfahrungsbericht, einer Bewertung oder mit einem Kommentar.

Je nach Situation und User zeigt sich erheblicher Sprachwitz und erstaunliche Expertise. Im Web steht allerdings auch sehr viel Blödsinn. Und manches ist schlichtweg falsch. Chance und Risiko liegen in der unkontrollierbaren Viralisierung, die solcher Content dann erzielen kann.

Wie Sie an guten User Generated Content gelangen

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, an User Generated Content zu gelangen. Der einfachste ist der: Laden Sie Ihr Zielpublikum ein, solchen zu produzieren. Das können Foto-, Video- oder Geschichtenwettbewerbe sein. Je verrückter das Thema, desto besser.

So hat ein Wartungsanbieter für Drucker aus Massachusetts einmal dazu aufgerufen, Videos einzusenden, die zeigen sollten, wie sich ein Drucker auf möglichst kreative Weise zerstören ließ. So hat er nicht nur eine Menge sehr verrückter Filmchen bekommen, sondern auch eine ganze Reihe neuer Wartungsverträge abschließen können. Denn durch die Aktion kam er in der ganzen Region ins Gespräch – ohne teure Werbung.

Sie haben einen Blog? Das ist ein sehr schöner Ort, an dem Ihre Kunden selbst erzählen können, was sie mit Ihren Produkten alles erleben. So berichten im Blog des Outdoor-Spezialisten Patagonia dessen Kunden über ihre Abenteuer mit der Ausrüstung an den aufregendsten Orten der Welt.

Wenn es um das Sammeln von Fachcontent geht, können Sie eine Blogparade starten. Dabei laden Sie interessante Personen oder die breite Öffentlichkeit dazu ein, zu einem bestimmten Thema einen Beitrag zu verfassen, den Sie dann in Ihren Blog einstellen oder mit Ihrem Blog verlinken.

Aus den besten Abhandlungen lässt sich im Anschluss ein ansprechendes E-Book erstellen, das man wiederum der Webgemeinde kostenlos anbieten kann.

Achtung Gefahr! Nicht ins UGC-Fettnäpfchen treten

Um an UGC zu gelangen, können Sie auch um die Teilnahme an einer Umfrage bitten. Schnell kann man dabei allerdings ins Fettnäpfchen treten. Legendär ist ein Vorfall, der sich auf der Facebook-Seite von Samsung in den USA abgespielt hat.

Man hatte den Fans eine scheinbar harmlose Frage gestellt, und die klang so: „Wenn du nur ein einziges elektronisches Gerät auf die einsame Insel mitnehmen dürftest, welches wäre das dann?“ So gut wie alle der über 19.000 Antwortgeber haben sich für das Konkurrenzprodukt iPhone entschieden. Fast 2500 Shares und über 46.000 Likes sorgten dann noch für ein umfassendes Weiterverbreiten.

Was zeigt, dass das Werkeln im Web immer auch Risiken birgt. Allerdings muss man diese ins Verhältnis zu den Chancen setzen. Und Letztere überwiegen bei Weitem. Um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, sollte man Notfallpläne griffbereit in der Schublade haben.

User Generated Content müssen Sie moderieren

Wenn Sie User Generated Content initiieren, müssen Sie diesen auch moderieren. Sonst kann es schnell passieren, dass Sie unqualifizierte Inhalte erhalten. Nicht nur negative, sondern auch minderwertige Beiträge, die keinerlei Mehrwert bieten, werfen ein schlechtes Licht auf Ihre Arbeit. Mit folgendem Vorgehen schaffen Sie Abhilfe und sorgen vor:

Sorgen Sie bei all dem auch für Spaß. Und für Sinn. Menschen wollen sich als „wichtig” erleben. Und Spuren hinterlassen. Vielen Menschen sind zudem Beiträge wichtig, die sie in eine Gemeinschaft einbinden, die anderen helfen und/oder die Welt ein bisschen besser machen. Stellen Sie solche Aspekte gebührend heraus.

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