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Gastbeitrag von Silke Loers: Durch Social Media Mitarbeiter begeistern, motivieren und gewinnen

Hier ein weiterer [1] schöner Gastbeitrag von Social Media- und Vertriebsexpertin Silke Loers [2], zu dem es in Kürze einen Teil zwei geben wird. Schon zu diesem ersten Teil kann ich jetzt schon mal sagen: Genau so isses.

„Begeisterte Mitarbeiter führen nicht nur im Unternehmen intern aufgrund höherer Motivation und Freude an der Arbeit zu mehr Erfolg, zusätzlich tragen sie ihre Begeisterung gern nach außen. Diese Mitarbeiter sind mit ihrer Leistungsbereitschaft und Innovationskraft Botschafter des Unternehmens. Dadurch wird das Interesse potenzieller Top-Bewerber geweckt.

Andererseits interessieren sich darüber hinaus auch potenzielle Kunden mehr für dieses Unternehmen. Ein Unternehmen, in dem die Mitarbeiter begeistert von ihrer Arbeit und ihren Produkten sind, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch dem Kunden Freude bringen. Auf diesem Weg tragen die Mitarbeiter entscheidend dazu bei, die Marktposition des Unternehmens zu sichern und auszubauen.

Wenn Unternehmen attraktive Arbeitgeber sein wollen …

Wenn sich Unternehmen also als attraktive Arbeitgeber positionieren wollen, kann ein Engagement in den Sozialen Netzwerken positive Effekte haben. Hier können möglichen Interessenten spannende Einblicke in die Arbeit geboten und Jobprofile und Funktionen beschrieben werden.

Aber auch Eindrücke aus dem normalen Arbeitsalltag bieten eine Vorstellung, wie der Umgang im Unternehmen aussieht. Inhalte und Auftritt – kurz gesagt: die Kommunikation – eines Unternehmens in den sozialen Netzen prägen das Image einer Marke immer stärker.

Die Beteiligung von Unternehmen an Social Media führt aber auch intern zu einer Steigerung der Motivation und zum Interesse der Mitarbeiter, sich für das Unternehmen zu engagieren. Warum? Social Media fördert eine „Mitmach-Kultur“. Viele Mitarbeiter berichten über spannende Aktionen, sie beteiligen sich am Corporate Blog, posten Bilder z.B. von Messen, Betriebsfesten u.a.

Social Media ist Führungsaufgabe …

Eins ist dabei doch klar: Nur, wenn sich alle, Führungskräfte und Mitarbeiter beteiligen, kann das Unternehmen auch ein interessantes Bild in Social Media tragen. Es wird der hierarchieübergreifende Dialog auch intern gesucht und weiterentwickelt.

Eine ausgefeilte Strategie und die Schaffung aller Grundlagen helfen dem Unternehmen nicht weiter, wenn nicht alle, Führungskräfte und Mitarbeiter, Social Media verstanden haben und auch leben bzw. vorleben. Echtes Engagement ist nur durch aktives Vorbild möglich.

Einige Führungskräfte werden jetzt Fragen haben: Macht sich mit Social Media die Presse- oder Marketing-Abteilung überflüssig, wenn die Mitarbeiter im Social Web als Kommunikatoren auftreten? Wie wirkt sich das auf die gesamte Unternehmenskommunikation aus? Muss der Chef jetzt die Pressemitteilung in Social Media veröffentlichen?

Kontrollverlust ist ein Thema – oder doch nicht …

Kontrollverlust? Das Gegenteil ist der Fall. Social Media fördern eine anspruchsvollere Kommunikation aller Beteiligten. Ein strategisches, auf Dialog basierendes und nachhaltiges Vorgehen ist eine echte Herausforderung. Die Möglichkeiten der Kommunikation mit den Kunden, aber auch die Chancen der internen Kommunikation sind vielfältig und bringen, wenn man sie zielgerichtet nutzt, den erwünschten Erfolg.

Führungskräfte sollten mit positivem Beispiel vorangehen, ihre möglicherweise vorhandene Scheu ablegen, sich informieren und so als Vorbild wirken können. Wenn sich Chefs auf Social Media beteiligen, Beiträge im Blog schreiben und Diskussionen anregen, stärkt das den Teamgeist und ermutigt die Mitarbeiter. Eine neue Kultur des Umgangs und der Kommunikation wird nur durch Vorleben und das darauf folgende Erleben im Unternehmen etabliert.

Durch den veränderten internen Umgang, die Offenheit und hierarchieübergreifende Zusammenarbeit können kurzfristig manch kreative Vorschläge aus dem Team aufgegriffen und umgesetzt werden. Es werden also kurze Wege geschaffen und die Motivation aller steigt. Social Media können daher nur die positive Wirkung entfalten, wenn sie im gesamten Unternehmen integriert sind und die Prinzipien gelebt werden.

Social Media – wie fange ich am besten an …

Bevor Unternehmen mit Social Media starten, sollten sie die dafür notwendigen Grundlagen schaffen. Hierbei sind wichtige Punkte die interne Kommunikation und das Arbeitsklima.

Im Internet wird in Arbeitgeberbewertungsportalen und auch in den sozialen Netzwerken schnell über Unternehmen gesprochen, in denen die Mitarbeiter unzufrieden sind und das Arbeitsklima nicht stimmt. Gibt es also im Unternehmen Anzeichen von Unzufriedenheit, ist es sinnvoll, sich diesem Thema vorrangig zu widmen.

Ist dieser erste Schritt getan oder bereits vorhanden ist die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Agieren in Social Media die Strategie. Für die Festlegung der Strategie sollten sich Unternehmen Zeit nehmen und kompetentes Wissen intern und auch extern zu Rate ziehen.

Wer alles mit an den Tisch muss …

Unternehmen sollten alle beteiligten Bereiche wie beispielsweise Marketing, Vertrieb, Unternehmenskommunikation und Human Resources mit Mitarbeitern verschiedener Altersstruktur an einen Tisch holen, um das gemeinsame Vorgehen zu klären und eine Social Media Strategie zu entwickeln.

Es müssen hierbei Verantwortung, Prozesse und Strukturen auf Basis der Unternehmensstrategie festgelegt werden. Hier werden die Basis, die Ziele und Zielgruppen, das genaue Vorgehen, die Social Media Kanäle und auch Redaktionspläne festgezurrt. Die Einbeziehung aller Bereiche und Mitarbeiter bilden die Voraussetzung für gemeinsames Handeln und damit Erfolg in Social Media.

Ein weiterer Punkt ist die Einbeziehung aller Mitarbeiter. Das Wissen, die soziale Kompetenz, das Engagement und nicht zuletzt die Kreativität aller Mitarbeiter sind das größtes Potenzial, das ein Unternehmen nutzen kann. Unternehmen, die sich darauf einlassen, spüren schnell den Erfolg in der internen und externen Kommunikation.

Was ein Unternehmen einzigartig macht …

Was macht Ihr Unternehmen so einzigartig? Wenn es nicht Ihre Mitarbeiter sind, wer ist es dann? Mitarbeiterbeteiligung in Social Media bringt aber noch mehr: Mitarbeiter selbst sorgen nicht nur für eine bessere – also authentische und dem Gesamtbild förderliche – Darstellung, sondern die Einbeziehung führt dazu, dass sich der Mitarbeiter selbst besser positioniert und seinen Platz im Unternehmen stärkt.

Eine weitere wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Engagement der Mitarbeiter in Social Media ist, sie im Umgang mit Social Media zu schulen, wenn nötig, und mit ihnen die Dos und Donts, also Social Media Guidelines festzulegen und allen Mitarbeitern auszuhändigen.

Gemeinsame Schulungen von Social Media und den anderen beteiligen Bereichen, beispielsweise dem Human Ressources Team verbessern nicht nur die Kommunikation, sondern fördern auch das Verständnis für die Ansätze und Strategien des anderen Teams.

So stellen Unternehmen sicher, dass die Mitarbeiter gleich kompetent sind, die anderen Bereiche einbeziehen, sich im in den sozialen Netzwerken sicher bewegen und diese auch im Unternehmenssinn nutzen.“

Fazit: Prüfen Sie also …

• ob die Unternehmenskultur einen glaubhaften Auftritt erlaubt,
• ob das notwendige Know-how vorhanden ist,
• ob ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen: Personal, Zeit, Inhalt
• welche Strategie zugrunde gelegt wird
• welche Social Media Kanäle die Richtigen sind
• wie die Mitarbeiter beteiligt und begeistert werden können
• welche Regeln bzw. Social Media Guidelines gemeinsam festlegt werden
• wie Zusammenarbeit und Kommunikationsfluss organisiert werden
• ob Inhalte da sind, die der Zielgruppe einen echten Mehrwert bieten.

Viele Antworten darauf gibt es übrigens auch in meinem Buch Touchpoints [3].

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