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Gastbeitrag: Mit einem Erklärvideo im Content Marketing erfolgreich sein

Der Einsatz von Videos wird für den Unternehmenserfolg zunehmend wichtig. Ein Erklärvideo kann Firmen helfen, sich selbst und/oder ihre Produkte und Dienstleistungen kurz, anschaulich und unterhaltsam zu präsentieren. Insofern nehmen solche Filme eine wertvolle Position im Content Marketing Mix ein. Schauen wir uns zunächst einmal an, was ein Erklärvideo ganz genau ist.

Eine Definition: Was ist ein Erklärvideo?

Der Begriff „Erklärvideo“ ist nicht speziell vergeben und kann relativ frei interpretiert werden. Für einen klaren Rahmen erfolgt daher eine kurze Definition:

Ein Erklärvideo ist ein kurzes, animiertes Video, das anhand einer Geschichte ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Firma präsentiert. Es ist grundsätzlich an der Corporate Identity des Unternehmens gehalten. Für eine optimale Wahrnehmung und Sicherung der höchstmöglichen Aufmerksamkeit ist es selten länger als 2 Minuten. In dieser Spielzeit erzählt das Video eine Geschichte mit einer Problemstellung, die durch das präsentierte Objekt gelöst wird.

Anhand einfacher Tonalität, ansprechender Animationen und einer zielgruppennahen Storyline wird durch ein solches Video bei Zuschauern eine erhöhte Identifikation gestiftet. Ein Erklärvideo grenzt sich von anderen Formaten wie Imagefilm, Produktvideo, Werbefilm oder Tutorial vor allem durch die graphische Animation, seine Story und die Bindung an die Corporate Identity ab.

Was gilt es bei einem Erklärvideo zu beachten?

Die Grundlage für ein erfolgreiches Erklärvideo liegt in der passgenauen Definition der Zielgruppe. Alle anderen Gestaltungselemente ergeben sich daraus. Je nach Persona [1] ändern sich die nachfolgenden Merkmale erfolgreicher Produktionen.

Nach der Abgrenzung einer Zielgruppe gilt es, das Einsatzgebiet zu bestimmen. Je nachdem ,für welchen Zweck das Video konzipiert wird, ändern sich die Anforderungen an die Inhalte und auch die Ansprache. Soll das Video in verschiedenen Sprachen produziert werden, so muss dies frühzeitig geklärt werden, da nicht jeder Sprachfluss auf jedes Video zu legen ist.

Wir kennen das beispielsweise aus der deutschen Synchronisation englischsprachiger Filme und Serien. Ferner gehört zur Ansprache auch die Beachtung von Untertiteln. Diese können nötig werden, sofern das Erklärvideo auf Messen gezeigt wird.

Spielzeit und Animation eines Erklärvideos

Die Erfahrung und auch wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Aufmerksamkeit von Menschen bei kurzen Videos bereits nach 2 Minuten stark nachlässt. Daher sollten Erklärvideos diese Länge nicht wesentlich überschreiten. Zugleich ist eine Spielzeit unterhalb von 90 Sekunden nur bedingt geeignet, um eine ansprechende Story zu erzählen.

Im Rahmen der Animation wird die Zielgruppe in den Fokus gestellt. Je nach Interesse können hier nicht nur unterschiedliche Stile von Animationen, sondern auch Unterscheidungen innerhalb eines Animationsverfahrens vorliegen. Im Kern lassen sich Animationen in Teil- und Vollanimation unterscheiden. Erstere zeichnen sich durch die Überlagerung von Einzelbildern aus und erinnern an Stop-Motion Filme.

Zur Ausgestaltung zwei Beispiele:

Im ersten Beispiel sehen wir ein Video für Best-Ager von einem Unternehmen, das seinen Fokus auf klar reduzierte Farben legt und das firmeneigene Rot als Akzent nutzt.

Das zweite Beispiel zeigt eine farbenfrohe Produktion, die sich an jüngere Menschen richtet, und sie zu gemeinnütziger Arbeit animieren will. Hier wird verstärkt auf positive Farbsprache gesetzt, um die Zuschauer zu unterhalten. Erklärvideos haben übrigens für junge Zielgruppen einen extrem hohen Stellenwert.

Vollanimationen unterscheiden sich davon im Kern durch ihren flüssigeren Bewegungsablauf, wie wir es üblicherweise von Zeichentrickfilmen kennen.

Wie funktioniert ein Erklärvideo im Content Marketing?

Je nachdem, wie die Zielgruppe des Erklärvideos definiert wurde, ist es wichtig, das fertige Produkt gezielt einzusetzen. Nur dann kann ein Erklärvideo im Content Marketing funktionieren.

Der „klassische Weg“ besteht darin, sein Erklärvideo auf der eigenen Website einzubinden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass es technisch reibungslos läuft. Hierzu gibt es verschiedene Player, die unterschiedliche Anforderungen und Preise mit sich bringen. Wer beispielsweise Wert auf SEO-Aspekte legt und das Video ohne Wasserzeichen für sich nutzen will, kommt kaum am Wistia-Player vorbei.

Neben der technischen Komponente ist vor allem der rahmenbildende Content wichtig. Die Seite muss SEO-optimiert sein und mit Unique Content so gestaltet werden, dass sich das Erklärvideo und sein Umfeld einen gegenseitigen Mehrwert stiften. Nur so kann die Verweildauer auf der Seite maßgeblich erhöht werden und das Video seinen Zweck erfüllen.

Im Content-Mix ist es dabei empfehlenswert, den Film möglichst weit oben und prominent zu platzieren. Einerseits ist dies SEO-technisch attraktiv, andererseits erhöht das laufende Video die Verweildauer auf der Seite.

Erklärvideos auf Social Media Plattformen platzieren

Der „moderne Weg“ zielt dagegen auf die Nutzung von Social Media Plattformen ab. Dabei wird üblicherweise eine Social Media Kampagne entwickelt, in deren Kern ein Erklärvideo eingebunden ist. Diese Kampagne kann sowohl nach Marketing- als auch nach PR-Gesichtspunkten gestaltet werden. Das Video kann sich dabei den Bedingungen anpassen.

Es ist wichtig, zwischen Rahmencontent und Erklärfilm einen Zusammenhang zu bilden. Nur eine Produktion, die sich stilistisch, thematisch und gestalterisch in eine Kampagne einfügt, hat eine Chance auf Erfolg. Natürlich ergibt sich zudem die Chance eines viralen Erfolgs. Dies lässt sich jedoch auf natürlichem Weg nur sehr schwer gezielt planen.

So viel zum Thema Erklärvideo. Für mehr nützliche Informationen und Hintergründe der Produktion lohnt sich ein Besuch auf der Website der Experten von DEWON Videos [2].

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