Für Sie gelesen: Prozesse kundenorientiert gestalten – von den Hochschulprofessoren Holger und Ulla Meister

41bBUHP7LSL__BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_AA300_SH20_OU03_Bücher, die mir nicht gefallen, rezensiere ich eigentlich nicht. Weil ich niemandem mit Negativem die Zeit stehlen will – oder dem Autor nicht schaden mag. Heute mache ich mal eine Ausnahme, denn ich bin ziemlich entsetzt.

Das Buch ist Ende 2010 bei Hanser erschienen, und ich erwartete ‚State of the Art‘: Das neueste zum Thema Prozessmanagement. Schon gleich der Schock beim Literaturverzeichnis. Weit mehr als die Hälfte der gelisteten Bücher – von honorigen Professoren geschrieben – sind aus dem letzten Jahrtausend!

Im Text hantiert das Buch mit der Matrixorganisation, dabei arbeiten wir längst in der Netzwerkgesellschaft. Das Buch ‚Der Seestern und die Spinne‘, das sich mit dezentralen Organisationsstrukturen beschäftigt, ist immerhin schon 2006 geschrieben worden (und nicht in im Literaturverzeichnis!).

Auch sonst ist alles reichlich veraltet – und reichlich bekannt. Komisch: Das Internet kommt im Buch gar nicht vor! Auch im eCommerce gibt es ja bekanntlich Prozessabläufe, die entweder funktionieren – oder zum sofortigen Abbruch einer Kaufabsicht führen.

Dicke Staubschichten tragen auch die Studienergebnisse, die Geschriebenes untermauern sollen. Zum Beispiel:

Tabelle 1.2: Ranking der Produktionsfreundlichkeit bei Automobilen …. 1990
Tabelle 2.1: Prozesstypologie … 1999
Bild 5.6: Die Ursachen von Kundenverlusten …. 1994
Tabelle 6.9: Kategorien zur Klassifizierung kritischer Ereignisse …1992

Sollte so alter Kram Standard an den Universitäten sein, dann gute Nacht.

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1 comment to Für Sie gelesen: Prozesse kundenorientiert gestalten – von den Hochschulprofessoren Holger und Ulla Meister

  • Daniel Larsen

    Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben diese inhaltslose 0-8-15 Wischiwaschi-Sammlung von Belanglosigkeiten durchzulesen. Bei meiner Masterthesenrecherche zu „State-of-the-art“ Werken zum Thema PzM bin ich über diese Publikation gestolpert und war gelinde gesagt „erstaunt“, dass Hanser mittlerweile auch Altpapier produziert.

    Ich darf mich somit Ihrer Bewertung anschließen und
    grüße Sie recht herzlich aus dem vorwinterlichen Tirol.

    Daniel Larsen

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