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Für Sie gelesen: „Ausgekuschelt“ von Roland Jäger

Klar gibt es untalentierte Führungskräfte. Und es gibt solche auf Schmusekurs mit ihren Mitarbeitern. Leider gibt es auch immer noch Rambos, Menschenschinder und Karrieristen, denen vor allem das eigene Wohl am Herzen liegt. Und es gibt viele dazwischen, die die Verantwortung, die sie als Führungskraft haben, annehmen und gut mit ihr umzugehen verstehen.

Mich würde mal interessieren, wer sich vom Titel dieses provokanten und (deshalb?) sehr erfolgreichen Buchs angesprochen fühlt. Die, die eine Rechtfertigung für ihren harten Führungsstil suchen? Oder eher doch die, deren Durchsetzungsvermögen (noch) zu wünschen übrig lässt?

Jedenfalls formuliert der Autor in seiner kompromisslosen Art eine Reihe von Thesen, denen sich jede Führungskraft stellen muss:

  • Führungsbedürftige Mitarbeiter verdienen kein Lob, sondern Kontrolle.
  • Die harten Hunde haben die stärksten Rudel.
  • Nachsichtige Chefs zeigen keine Größe, sondern verschwenden Geld.
  • Inkonsequente Chefs verdienen kein Vertrauen, sondern Entmachtung.
  • Chefs von schwachen Mitarbeitern sind selber schwach.
  • Hart aber fair erläutert Jäger, weshalb gängige Führungsprinzipien aus seiner Sicht zu hinterfragen sind. Nicht mit all seinen Thesen kann ich mich persönlich anfreunden, doch zum Ende hin sind wir uns dann wieder einig, wenn er sagt:

  • Leistung bringt, wer fordert und gefordert wird.
  • Wer seine Mitarbeiter schätzt, führt konsequent.
  • Die reinen Hardliner seien also gewarnt: Das Buch ist bei aller Konsequenz auch ein Plädoyer für Menschlichkeit.

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