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Für Sie gelesen – Feierabend hab ich, wenn ich tot bin

Dass die (Big) Player der Wirtschaft Ressourcen nicht selten in unverantwortlicher Weise ausbeuten, das ist schon lange bekannt. Erst waren es die Naturschätze, jetzt sind es die Menschen. Burnout heißt der medizinische Befund.

Bislang gilt Burnout als Problem des Einzelnen, doch der steht in Wahrheit am Ende einer Kette von Fehlentwicklungen, denen der Psychologe, Trainer, Coach und Blogger Markus Väth [1] in seinem gut recherchierten Buch akribisch auf den Grund geht. Im Einzelnen betrachtet er folgende Themen:

  • Die Burnout-Industrie
  • Den Mythos Multitasking
  • Die Illusion Zeitmanagement
  • Den Information Overload
  • Die Entgrenzung der Arbeit
  • Das Chefproblem
  • Den Markt und die Moral
  • Was mir erst beim Lesen so richtig klar geworden ist: Die Kosten – wir sprechen von Milliardenbeträgen – für die Folgen von Burnout werden auf das Gesundheitswesen abgewälzt. Das heißt, jeder von uns zahlt letztlich dafür mit.

    Insofern darf das Entkommen aus dem Burnout nicht (nur) auf das einzelne Burnout-Opfer abgewälzt werden (was viele Bücher zum Thema tun), das Problem geht die ethischen Werte eines jeden Unternehmens und letztlich die Gesellschaft als Ganzes an.

    Fazit: ein wichtiges Buch! Wovon ich mir allerdings ein wenig mehr gewünscht hätte: Auswege aus dem Burnout-Szenario. Denn ein Buch darf nicht nur aufwühlen, es muss, wie ich finde, auch reichlich Antworten geben.

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