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Für Sie gelesen: Musterbrecher – Die Kunst, das Spiel zu drehen

Dieses Buch will zeigen, wie man herkömmliche Führungsmuster bricht, und was man von mutigen Unternehmern lernen kann, um Ungewöhnliches auszuprobieren und damit erfolgreich zu sein.

Also: In einem Punkt hat das Autorenquartett Stefan Kaduk, Dirk Osmetz, Hans A. Wüthrich und Dominik Hammer schon mal kläglich versagt: Vier Männer haben sich zusammengetan, um zu zeigen, wie das Musterbrechen funktioniert.

Wie immer also: Man(n) bleibt unter sich. Wieso bloß? Sind es nicht vor allem die Frauen, die helfen können, veraltete patriarchalische Verkrustungsmuster zu lockern?

Die vier Nicht-Musterbrecher, so steht es auf Amazon, „wissen, wovon sie reden. Sie kennen den Alltag in Unternehmen und Organisationen, wo sie als Berater unterwegs sind. Sie kennen auch die vorherrschenden Denk- und Verhaltensmuster dort: Chefs können nicht führen, Mitarbeiter muss man kontrollieren, Fehler sind tabu, Pläne müssen wider besseres Wissen eingehalten werden.“

„Das Buch ist die Essenz ihrer universitären Forschung und beratenden Begleitung aus den letzten sieben Jahren“, sagt die Schutzhülle über die Autoren. Bei all dem muss ihnen doch aufgefallen sein, wie wenige Frauen es im Top-Management nach wie vor gibt. Und da hätte ich im Kontext des Buches erwartet, dass dieses Thema auch mal ausführlich zur Sprache kommt. Aber mitnichten.

Die vierzehn Kapitel beschäftigen sich auf insgesamt 250 Seiten mit folgenden Themen:

• Warum sich ohne Experimente nichts verändert
• Warum der Stille eine Bühne braucht
• Warum Organisationen nicht innovativ sind
• Warum Begriffsarbeit nottut
• Weshalb Taylor nie Taylorist war
• Warum Personalentwicklung nicht funktioniert
• Warum man mit Zahlen nicht rechnen kann
• Warum wir Resonanzachsen brauchen
• Warum sich die Arbeit am Menschen lohnt
• Warum es keine Schuldigen gibt
• Warum Kunden sich nicht fesseln lassen
• Warum Optionen die besseren Ziele sind
• Warum es keine angstfreien Räume gibt

Das letzte Kapitel wirft 85 Fragen auf, die sich aus den vorherigen Kapiteln ergeben.

„Uns interessieren Musterbrecher“, sagen die Autoren. Zu diesem Zweck kommen in mehr oder weniger langen Interviews insgesamt 35 Menschen aus Wirtschaft und Wissenschaft zu Wort, darunter immerhin 6 Frauen.

Insgesamt habe ich persönlich wenig Neues erfahren – aber das sollte interessierte Leser nicht abschrecken. Ein Umdenken in den Unternehmen wird dringend gebraucht. Insofern leistet auch dieses Buch einen Beitrag dazu.

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