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Für Sie gelesen: „Intros und Extros“ von Sylvia Löhken

Meine treuen Leser wissen das: Ich lese sehr viel. Ein Buch ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen: Sylvia Löhkens [1] letztes Buch über die leisen Menschen und ihre starke Wirkung.

Darin zeigt sie den Lauten unter uns auf sehr feine Weise, was alles in den Leisen steckt, und wie nützlich das für die Gemeinschaft, die Arbeitswelt und unser Miteinander ist. Und den Leisen zeigt sie das auch.

Ihr größter Verdienst aber ist der: Sie hat den leisen Menschen eine Bühne gegeben und sie ins Rampenlicht gerückt. Wie wichtig das war, zeigt die Pressewelle, die das Thema ausgelöst hat: sozusagen ein „Lovestorm“ für die vielen wunderbaren Intros.

In ihrem neuen Buch, das gerade erschienen ist, führt uns die Autorin tiefer und sehr viel fundierter in das Thema hinein:

Erstens wird deutlich: Intro- und Extraversion sind als Persönlichkeitseigenschaften so tiefgreifend, dass sie in die Diskussion um Diversität am Arbeitsplatz eingebunden werden sollten. Obwohl die Unterscheidung und ihre Wichtigkeit fast 100 Jahre bekannt sind, war dies bisher kein Thema.

Zweitens hilft das Buch dem Leser, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Es zeigt, was Intros und Extros brauchen, was sie gut können und wo sie aufpassen sollten. Und weil die Menschen selten zu 100 Prozent so oder so, sondern meist eine Mischung aus beidem sind, werden diesmal auch die Zentrovertierten unter die Lupe genommen.

Drittens zeigt sie, wie sich das Wissen um die Intros, die Extros und die Zentros in der Mitarbeiterführung und im Verkauf zielführend einsetzen lässt. Nicht die Homogenität einer Gruppe, sondern die verschiedenen Blickwinkel ihrer Mitglieder und deren passender Einsatz sind entscheidend für den Erfolg.

Als Wissenschaftlerin geht Sylvia Löhken den Mythen über Intro- und Extravertierte auf den Grund.

Als Praktikerin zeigt sie, wie Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Neigungen und Eigenschaften zusammenwirken und voneinander profitieren können.

Als Mensch wirbt sie für Toleranz und Wertschätzung gegenüber „leisen“ und „nicht so leisen“ Eigenschaften – in der Selbst- wie in der Fremdwahrnehmung.

Und so ganz nebenbei wird noch aufgeräumt: Endlich werden Statussignale einmal sauber in Kategorien gepackt. Mein Fazit: Für jeden, der mit Menschen zu tun hat, ist dieses Buch ein Muss.

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