Empfehlungsmarketing rückt immer stärker in den Fokus

Das fand eine aktuelle Marketingstudie von McKinsey und Handelshochschule Leipzig heraus, bei der repräsentativ 1500 Konsumenten befragt wurden.

„Ob im klassischen Einzelhandel, der Bankfiliale oder im Internet – die Kunden informieren sich eingehender und nutzen mehr Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch untereinander“, sagt Christoph Erbenich, Partner bei McKinsey. „Die klassische Marketingkommunikation reicht allein nicht mehr aus, um die Kaufentscheidung wesentlich zu beeinflussen.“

Die Untersuchung zeigt auch: Unabhängige Online-Foren, Produkt-vergleichsseiten und Communities werden in ihrer Bedeutung noch zunehmen. Immer stärker nutzen die Verbraucher die Social-Media-Plattformen im Internet zur Informationssuche. Ob bei ihrem nächsten Unterhaltungselektronik-Kauf, beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder bei einer Geldanlage – rund zwanzig Prozent der befragten Kunden wollen sich vorrangig durch Social Media informieren.

„Die Konturen von Vertriebs-, Kommunikations- und Informationskanälen verschwimmen zunehmend; der Kunde wird souveräner und entscheidet selbst, auf wessen Meinung er vertraut“, erläutert Prof. Manfred Kirchgeorg von der HHL.

Dieser Trend stelle für Serviceanbieter, Händler und Hersteller eine besondere Herausforderung dar, so Kirchgeorg, „denn die in Social Media geäußerten Meinungen über bestimmte Produkte und Marken sowie die daraus resultierenden Image- und Umsatzeffekte liegen außerhalb des direkten Einflussbereichs der Anbieter.“

Zudem könnten Versuche der indirekten Einflussnahme erhebliche negative Imageeffekte nach sich ziehen, wenn beispielsweise lobende Produktkritiken als vom Unternehmen lanciert enttarnt werden.

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