Wird dringend gebraucht: ein interner Touchpoint Manager als Advokat der Mitarbeiterinteressen und Hüter der Unternehmenskultur

140225_Kosmos_Kunde+TPM“Mitarbeiter sind zweitrangig“, titelte Die Zeit letzten Freitag. Und auch um die Führungsqualität steht es insgesamt schlecht, wie ich im nächsten Blogbeitrag am Mittwoch aufzeigen werde.

Doch ganz ohne Zweifel: Der Wettbewerb der Zukunft wird auf dem Marktplatz der Unternehmenskulturen geführt.

Wie man sich auf diese Entwicklung ausrichten und aus der Führungsmisere befreien kann? Drei Wege – am besten in Kombination – führen meiner Sicht nach zum Ziel:

1. Weniger Management, mehr Führung!
2. Frauen an die Macht!
3. Interne Touchpoint Manager aktivieren!

Über Punkt 1 habe ich im Rahmen der hier im Blog laufenden Serie zu den Schlüsselaufgaben der Unternehmensführung schon eine Menge geschrieben. Zu Punkt 2 steht hier ein Fachbeitrag zum Thema Genderführung bereit. Und den internen Touchpoint Manager betrachten wir jetzt.

Ein neues Berufsbild: der interne Touchpoint Manager

Als Bindeglied zwischen Organisation, Mitarbeitenden und Führungskreis ist der interne Touchpoint Manager für unternehmenskulturnahe Themen und das Wohlergehen der Menschen zuständig. Er sorgt sich um die körperliche, geistige und seelische Fitness der Mitarbeiterschaft, damit deren Performance auf Höchststand bleibt.

Diese Funktion hat sowohl strategische als auch operative Komponenten. Von daher ist sie viel mehr als nur ein bisschen Mitarbeiterstreicheln. In Zeiten von Talente-Knappheit und Social Media-Gerede kann sie über die Zukunft eines Unternehmens maßgeblich mitentscheiden.

Insofern benötigt ein interner Touchpoint Manager die absolute Rückendeckung der Geschäftsleitung, da sein Weg holprig ist und er sich nicht immer nur Freunde macht. Denn wer als atmosphärischer Interessenvertreter der Mitarbeiter unterwegs ist, deckt zwangsläufig auch Missstände auf.

Das Aufgabenfeld eines internen Touchpoint Managers

Ein interner Touchpoint Manager ist Advokat der Mitarbeiter und Brückenbauer zwischen Oben und Unten. Sein mögliches Aufgabenfeld:

• Büroorganisation und Büroleben
• Mitarbeiterevents und Sozialprojekte
• Sportangebote und Gesundheitsprogramme
• Initieren von Mitarbeiterbefragungen
• Prävention von Mitarbeiterfluktuation
• Involvement bei der Mitarbeiterauswahl
• Onboarding- und Offboarding-Begleitung
• Exit-Interviews und Ehemaligen-Betreuung
• Betreuung von Arbeitgeberbewertungsportalen
• Kummerkasten, gute Seele, Mediator
• Innerbetriebliches Ideenmanagement
• Moderation von internen Touchpoint-Projekten
• Vernetzung aller über Abteilungsgrenzen hinweg

So ist der interne Touchpoint Manager Generalist. Er hat eine ausgereifte Persönlichkeit, die gleichzeitig verbindlich und feinfühlend, aber auch analytisch und strukturierend ist. Der Stelleninhaber sollte interdisziplinär arbeiten können und sich sowohl in Führungs- also auch HR-Themen gut auskennen.

Er benötigt psychologische Kenntnisse und Coaching-Kompetenz. Er ist Moderator, Netzwerker, Kommunikator und Diplomat in einer Person. Er muss leidenschaftlich vom Nutzen seiner Funktion überzeugt sein, um überzeugen zu können. Mithilfe des CTMP® Collaborator Touchpoint Management Prozesses lässt sich diese Aufgabenstellung systematisieren.

Ganz neu: Ausbildung zum zertifizierten internen Touchpoint Manager

Die Ausbildung zum zertifizierten internen Touchpoint Manager richtet sich vor allem an ambitionierte Beschäftigte aus den Bereichen Mitarbeiterführung und Personalwesen, die im Kontext unserer neuen Arbeitswelt und mithilfe dieser Zusatzqualifikation die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Arbeitgeber sichern wollen.

Sie findet vom 29. bis 31. August 2014 in München statt und wird von mir persönlich durchgeführt. Zu weiteren Informationen und zur Anmeldung zur Ausbildung zum internen Customer Touchpoint Manager geht’s hier.

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