- Touchpoint Blog Anne M. Schüller - http://blog.anneschueller.de -

Das M in COME-Content bedeutet: Media Generated Content

Nachdem die Zahl der Touchpoints weiter steigt und die Kunden immer verwöhnter werden, braucht es ständig neuen, frischen Content, um die erwünschten (potenziellen) Kundengruppen passend zu füttern.

Über Organisation Generated Content [1] habe ich im letzten Blogbeitrag schon gesprochen. Nun geht es um Media generated Content, und das aus gutem Grund:

Redaktionelle Inhalte können in aller Regel als seriöser, vertrauenswürdiger und damit auch als zugkräftiger gelten, weil Presseleute quasi als „Gatekeeper“ fungieren.

Somit stellt sich sofort die Frage: Spricht die Presse über Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Angebote? Und wenn ja, wie?

Das öffentliche Ansehen eines Unternehmens, seiner Produkte, seiner Marken und seiner Führungsmannschaft ist eine zunehmend wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Es entsteht nicht nur durch Spitzenleistungen, engagierte Mitarbeiter und Consumer Generated Content [2], es kann auch durch gezielte PR tatkräftig befeuert werden.

Gute Storys sind gefragt – auch bei der Pressearbeit

Die klassische, nach dem Lehrbuch verfasste, staubtrockene, uninspirierte Pressemeldung tut sich zunehmend schwer. Die Redaktionen werden hoffnungslos überflutet mit nutzlosen Unternehmensmeldungen nach Ego-Manier: Wir über uns. Sowas landet meist zuverlässig in „Ablage P“.

Damit er eine Meldung „mitnehmen“ kann, interessiert den Journalisten vor allem eins: Was ist für unsere Leser/Zuschauer/Zuhörer wirklich von Nutzen? Gute Storys sind in diesem Kontext gefragt:

Leisten Ihre Azubis, besondere Mitarbeiter, Ihre Serviceleute etwas Außergewöhnliches, worüber berichtet werden könnte, ganz ohne dass es wie Werbung klingt? Sind Sie sozial und/oder umweltfreundlich aktiv? Steht die Geschäftsleitung/der Inhaber/die Chefin persönlich für ein kompetentes Interview bereit?

Sammeln und sichten Sie das dazugehörige Content-Material, verarbeiten Sie es zu pressewirksamen Geschichten und bieten Sie das den individuell ausgewählten Pressevertretern dann passgenau an. Halten Sie zudem professionelles Bildmaterial bereit! Zeit ist in den Redaktionen äußerst rar.

Grundregeln erfolgversprechender Pressearbeit

In der Zusammenarbeit mit der Presse gibt es ein paar Grundregeln zu beachten:

Offenheit und Wahrhaftigkeit sind im Umgang mit der Presse elementar. Seien Sie proaktiv, doch nerven Sie nicht! Schönen Sie nicht und lügen Sie nicht! Journalisten können schrecklich nachtragend sein. Wo es keine Transparenz gibt, ist viel Raum für Gerüchte und Spekulation. Investigativer Journalismus deckt gnadenlos auf.

Versuchen Sie nicht, die Presse als kostenlosen Verkaufskanal zu missbrauchen. Obwohl hier bisweilen die Grenzen längst aufgeweicht sind, wird ein seriöser Journalist Sie bei solchen Vorhaben sofort an die Anzeigenabteilung verweisen. Für den redaktionellen Teil wird die Geschichte hinter der Geschichte gesucht, und zwar möglichst exklusiv und topaktuell.

Andererseits ist es aus Unternehmenssicht nicht selten sinnvoll, Content breit zu streuen. Medial gibt es dazu eine Fülle kostenpflichtiger Techniken und Tools, um bei Bedarf die Erfolgsaussichten einer Content-Kampagne zu erhöhen. Native Advertising, Advertorials, Sponsored Posts und Influencer Marketing gehören dazu.

Das Vertrauen in Media Generated Content

Öffentlichkeit und Konsumenten wollen zunehmend wissen, welche Menschen und Methoden hinter den Produkten stehen, die sie konsumieren, was hinter den Kulissen läuft und wie es den Mitarbeitern des Unternehmens geht. Business-Ethik liegt im Trend, gottseidank. Das Ende der Verschleierungstaktik vieler Unternehmen steht an. Die guten und vor allem die schlechten Taten der Top-Manager sind verstärkt im Fokus.

Jedem Unternehmen kann es dabei passieren, dass es in den Strudel einer Negativ-Berichterstattung gerät, und zwar von jetzt auf gleich. Um eine solche Krise zu bewältigen, brauchen Sie Krisenplan-Szenarien in der Schublade – und professionelle Unterstützung für den Fall der Fälle.

Grundsätzlich braucht es PR-Know-how, gute Kontakte, das richtige Handwerkszeug, eine Portion Kreativität und kommunikatives Einfühlungsvermögen, um ein Ereignis so zu gestalten und aufzubereiten, das es für Leser, Radio-Hörer oder Fernseh-Zuschauer interessant ist. Alles mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen, positiv im Gespräch zu sein und damit letztlich die Anbieter- und/oder Arbeitgeber-Attraktivität zu steigern.

Auf wenn „Fake News“ die Runde machen und viel von „Filterblasen“ die Rede ist: Das Vertrauen in das, was Zeitung & Co. berichten, ist zumindest in Deutschland höher als das Vertrauen in solchen Content, der von den Unternehmen selbst veröffentlicht wird. Das Marktforschungsinstitut Nielsen hat dazu folgende Zahlen parat:

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