Content-Material: 6 Tipps zur Schreibe und Weiterverbreitung

Über die wichtigsten Content-Formate hatten wir hier im Blog schon gesprochen. Die meisten brauchen Text. Texten ist ein Prozess. Er beginnt mit einem weißen Blatt beziehungsweise einem leeren Bildschirm. Nun trifft uns der göttliche Funke ja bekanntlich nicht mitten bei der Arbeit – und auch meist nicht am Schreibtisch.

Suchen Sie sich also einen kreativen Ort, verschaffen Sie sich Bewegung, tanken Sie Sauerstoff. Entspannen Sie sich und trinken Sie ein wenig Wasser. Beginnen Sie mit einer Stoffsammlung von Stichworten. Schreiben Sie dann zunächst den Text ins Grobe.

Verkürzen, verfeinern und verdichten Sie so lange, bis aus Sicht des Lesers betrachtet nur noch der für ihn relevante Nutzen drin steht: konkret, knapp und hochwertig aufbereitet. Nutzen Sie dazu auch Worte aus dem Sprachschatz Ihrer Zielgruppe – und der Empfänger fühlt sich verstanden.

1. Über das Leseverhalten in Buch und Web

Ein guter Texter setzt sich auch mit dem Leseverhalten im Web auseinander, damit er die Nutzer erreicht. Dazu muss er zum Beispiel wissen: In einem Buch wird der Text horizontal gelesen, auf einer Website wird er vertikal, also von oben nach unten gescannt.

Untersuchungen mit Augenkameras haben dabei gezeigt: Der Blickverlauf folgt einem F. Das heißt: Man überfliegt die Navigationszeile am oberen Rand und beschäftigt sich dann vor allem mit dem, was auf der linken Seite steht. Sie erhält 70 Prozent der Aufmerksamkeit, die rechte Seite nur 30 Prozent. Sehr interessante Impulse lassen einen aber auch immer mal wieder nach rechts ausbrechen.

Acht von zehn Usern scrollen nicht weiter nach unten, sie sehen also nur das, was der Screen zeigt. Ebenfalls acht von zehn Usern lesen nur die Überschriften. Lediglich jeder fünfte beschäftigt sich intensiv mit einem Text. Ergo lautet die wichtigste gestalterische Regel: oben vor unten und links vor rechts.

2. Content-Inhalt: Mit den Augen des Lesers

Die wichtigsten Schlagworte eines Textes, die Keywords, sollten in den oberen Überschriften stehen, und dort am besten am Anfang. Die Doppelpunkt-Taktik ist dafür optimal. Ein Beispiel? Content-Marketing: Fehler, die Sie niemals machen sollten.

Wer Content erstellt, sollte sich die drei wesentlichen Fragen eines Lesers vor Augen halten:

  • Mit welcher Absicht wurde das geschrieben?
  • Was habe ich davon, wenn ich das alles jetzt lese?
  • Was soll ich nach dem Lesen dann tun?

Lesen setzt immer ein Kopfkino in Gang. Also: Wie können Sie sicherstellen, dass Ihr „Film”, sprich die Botschaft in Ihrem Text, erstens verstanden wird und zweitens das gewünschte Handeln bewirkt? Der Trick: Schreiben Sie nicht, reden Sie!

3. Content texten: Schreiben Sie nicht, reden Sie!

Am besten sagen Sie das, was Sie einem leibhaftigen Menschen Auge in Auge sagen würden, zunächst einem Diktiergerät. Danach ändern Sie nicht mehr viel.

Schreiben Sie also gesprochene Sprache. Dann macht es auch Spaß, Ihre Texte zu lesen. Sorgen Sie mit kurzen Sätzen und verständlichen Worten für ein gutes Gefühl. Wecken Sie mit anschaulichen Bildern und ein wenig Humor die Neugier des Lesers.

Hat der Leser das Gefühl, Sie schreiben ihm ganz persönlich? Stellen Sie sich also die Person vor, der Sie etwas sagen wollen! Hier können Personas sehr gute Dienste leisten. Schreiben Sie die Texte für sie.

4. Content-Formate: Texte, Bilder, Videomaterial

Bei all dem stellt sich eine weitere Frage: Ist auch die Art des Contents für den Sharing-Erfolg wichtig? Und ob! Im Web führen Fotos die Rangliste der beliebtesten Weiterverbreitungsinhalte an, wie verschiedene Untersuchungen zeigen.

Bilder sind schnell zu erfassen. Sie brennen sich ein. Sie funktionieren zudem ohne Worte, also auch international. Und sie lösen Emotionen aus – vor allem dann, wenn sie als Bildstrecke eine Geschichte erzählen. Videos stehen an zweiter, in der jungen YouTube-Fangeneration sogar oft schon an erster Stelle.

Und wie ist es mit Texten? Im Gegensatz zu Bildern sind Texte für unser Hirn zunächst Schwerstarbeit. Aus diesem Grund ist eine gut formulierte Überschrift so wichtig. Sie macht neugierig auf mehr. Ein pfiffiges Bild, passend zum Text und am besten im Querformat, ist quasi unverzichtbar.

Zwischenüberschriften ermöglichen eine schnelle Orientierung. Sie sind Wegweiser für unsere Wahrnehmung und helfen dem Hirn beim Scannen und Filtern.

5. Content (Check-)Listen funktionieren sehr gut

Content (Check-)Listen sind sehr beliebt. „Das verwundert kaum, da sie sich leichter konsumieren und erfassen lassen als reine Texte, schreibt Social-Media-Experte Torsten Panzer. „Aufhänger wie ‚Die zehn besten Abnehmtipps‘ oder ‚Die häufigsten Fehler im Marketing‘ oder ‚Die größten Mythen über das Internet‘ wecken in jedem Themenbereich Interesse und machen Hunger auf mehr.

Auch für denjenigen, der Inhalte teilt, sind sie sehr nützlich: Man kann anderen damit sehr gut zeigen, dass man etwas Interessantes, Spannendes oder Wertvolles entdeckt hat – und sich damit selbst als Experte ins rechte Licht rücken. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, werden Artikel zum Beispiel auch weitergereicht, ohne überhaupt gelesen worden zu sein.“

6. Geld konterkariert das Weiterverbreiten

Sie wollen zusätzliche Anreize schaffen und die Multiplikatoren für ihre Arbeit belohnen? Dann wählen Sie weise! Gutscheine und Prämien sind zwar attraktive Köder, doch sie laden auch zum Missbrauch ein. Geld konterkariert eine gute Sache sehr oft. Und mit Klickbetrug werden Millionen gemacht.

Deshalb gibt es Anbieter, die fürs Teilen stattdessen Karmapunkte verleihen. Sie können auch eine „Hall of Fame“ für Ihre fleißigsten Weiterverbreiter ins Leben rufen. Entwickeln Sie dafür Sterne oder Abzeichen und verschenken Sie ab einem bestimmten Level Supercontent.

Weitere wertvolle Tipps zur Weiterverbreitung von Content-Material bringt der nächste Blogbeitrag.

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