COME-Content: 4 Formen von öffentlichkeitswirksamem Content-Material

Immer noch leben viele Unternehmen in ihrem eigenen Kosmos: selbstfokussiert auf die eigene Denke und das Streuen von Ego-Botschaften fixiert.

Der Blick auf das, was die Kunden, die eigenen Mitarbeiter und die Medien über das Unternehmen sagen, ist dabei vielfach versperrt.

Für Interessenten auf der Suche nach einer Lösung stellt sich die Sache hingegen ganz anders dar: Was Dritte über einen Anbieter sagen, ist für sie weit wertvoller als das, was ein Unternehmen selbst über sich sagt.

Also: Nerven Sie nicht mit Ego-Content! Niemand wird von tiefer Dankbarkeit befallen, wenn man ihn alle paar Tage mit Informationen flutet, die er nicht braucht.

Die Werbeindustrie ist für solche Erkenntnisse allerdings blind und taub. Kaum entsteht irgendwo eine erfolgversprechende Plattform, auf der man auf die Menschen einhämmern kann, wird dies gnadenlos unternommen. Doch viel hilft nicht immer viel. Und viel vom Falschen ist bisweilen tödlich.

COME-Content: Mit vier Content-Arten spielen

Content-Marketing hat das Ziel, Unternehmensbotschaften über nützliche, relevante und unterhaltsame Inhalte zu kommunizieren. Dabei rücken Selbstdarstellungen in den Hintergrund. Im Vordergrund stehen Informationen, die einen hohen Mehrwert für die jeweiligen Empfänger haben. Das Unternehmen ist zwar präsent, tritt aber nur dezent als Urheber des Inhalts auf. Ziel ist es vielmehr, über hochwertiges Wissen und passendes Knowhow Vertrauen aufzubauen und die erwünschten Personen so an die (Arbeitgeber-)Marke heranzuführen.

Vier Content-Arten, unter dem Akronym COME zusammengefasst, sind dabei relevant:

  • Customer Generated Content (von Kunden produziert)
  • Organisation Generated Content (von der eigenen Organisation produziert)
  • Media Generated Content (von Presse und Medien produziert)
  • Employee generated Content (von den Mitarbeitern produziert)

Customer first! Kundeninhalte stehen an erster Stelle, weil sie für die maßgeblichen Vorentscheidungen sorgen.

  • Anstatt also immer nur selbst zu senden, sollte man auch mal zuhören können, und zwar: den Kunden, den Mitarbeitern, den Medien.
  • Anstatt sich fortwährend selbst auf die Schulter zu klopfen, sollte man mehr dafür tun, dass Dritte im Markt aus bestem Grund über Gutes berichten.
  • Anstatt eigenen Content (teuer) zu teilen, sollte man das Gute, dass Mitarbeiter, Medien und Kunden kostenlos ins Internet stellen, großzügig weiterverbreiten.

Sie wollen, dass Kunden, Medien und Mitarbeiter als Fürsprecher für Ihr Unternehmen fungieren? Dann sorgen Sie dafür, dass die Leute tollen Gesprächsstoff haben, den sie unbedingt mit ihren Netzwerken teilen wollen. Genau das ist ein geradezu unwiderstehlicher Lockstoff für rentierliche Käufer und profilierte Topbewerber. Und da, wo das Weiterempfehlen gut funktioniert, da klappt es auch mit dem Geldverdienen.

Entscheidungshelfer par excellence: Customer generated Content“

Wir leben in einer Empfehlungsökonomie. Mundpropaganda, Bewertungen, Empfehlungen und Erlebnisberichte sind die mit Abstand wichtigste Werbeform. “Wissende Dritte”, also Menschen, die uns ihre eigenen Erfahrungen glaubhaft schildern, werden zunehmend eine Hauptrolle spielen. Als Botschafter sind berichtende Käufer uns eine große Hilfe, weil ihre helfende Hand den Zaudernden wohlwollend führt .

Warum das so ist? Wir agieren in Hochgeschwindigkeitszeiten. Die Informationsflut überwältigt unser Gehirn. Jedes hinzukommende Angebot erweitert die Auswahl. Das macht Entscheidungen zunehmend komplex. Damit steigt die Unsicherheit. Wenn ich zwei Angebote habe, zwischen denen ich wählen kann, treffe ich die richtige Entscheidung zu 50 Prozent. Stehen 10 Angebote zur Wahl, liegt diese Quote nur noch bei 10 Prozent.

Wir brauchen also Orientierung, um Sicherheit zu gewinnen. Deshalb fragen wir rum: „Wer hat das schon gekauft? Welche Erfahrungen habt ihr mit … gemacht? Ist das seriös?“ Wegweisende Antworten kommen durch Customer-Content – vor allem im Web. Wie ein menschlicher Algorithmus können Empfehler Komplexität reduzieren, Entscheidungsfehler minimieren und Passendes für uns vorsortieren.

Empfehler: Risikominimierer zwischen Sicher und Ungewissheit

Empfehler sind die Verbindungsbrücken zwischen dem Unternehmenszweck und potenziellen Kunden. Wir finden sie in unserem physischen Umfeld wie auch in der virtuellen Realität: in privaten Netzwerken, in Business-Networks, im Social Web, in Fachforen, auf Bewertungsplattformen und „Frag Mutti“-Portalen. Ihre „Likes“ oder „Dislikes“ sind Blinker im Informationsgestrüpp. Sie verscheuchen das ungute Gefühl von Kontrollverlust. Sozusagen sind sie das rettende Ufer zwischen Gewohntem und Ungewissheit.

Wer heute erfolgreich sein will, muss also nicht länger Reichweite machen, indem er möglichst viele Menschen anspricht. Vielmehr sollen es die Richtigen sein. Und unter den Richtigen gilt es, die Besten zu finden. Das sind die, die selbst konsumieren plus als kostenlose Influencer agieren. Solche Fürsprecher sorgen nicht nur für Glaubwürdigkeit, sondern auch für ein perfektes Entrée. Zudem stärken sie die Reputation eines Anbieters, verhelfen Produkten und Marken zum Durchbruch und sichern so den Erfolg.

Wie das ganz genau funktioniert, darüber habe ich im Blog schon geschrieben, zum Beispiel hier:

Über die drei weiteren Content-Arten werde ich in den kommenden Blogbeiträgen berichten.

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