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Checkliste: Die Selbstbild–Fremdbild–Führungsstil-Analyse

Wer leben in einer neuen Arbeitswelt. Führungskräfte werden dabei vor ganz neue Herausforderungen gestellt: Unter anderem müssen sie lernen, neue Arbeitsmodelle zu meistern, also nicht anwesende und nicht angestellte Mitarbeitende zu führen und so schnell wie möglich produktiv zu machen. Ganz neue Touchpoints werden dabei entstehen.

Anfallende Arbeitsaufträge werden mehr und mehr über Projekte gesteuert. Hierzu werden vor allem Netzwerk-Organisatoren und projektleitende Moderatoren benötigt. Macht- und Kontrollverlust ist eine unausbleibliche Folge. Ganz andere Führungsstile rücken nach vorn. Und für Führungskarrieren kommen ausschließlich Menschenversteher infrage. Den anderen ist die Führungslizenz sofort zu entziehen.

Führungskräfte: Die kritische Selbstreflektion ist von nun an besonders gefragt

Die kritische Selbstreflexion zählt zu den wichtigsten Eigenschaften einer guten Führungskraft. Dabei verlässt man die ichbezogene Sichtweise und begibt sich in die Rolle eines neutralen Betrachters. Folgende Fragen kann man sich stellen:

• Was wird das, was ich gerade sage/tue, beim anderen bewirken?
• Wie wird/kann er/sie das, was ich sage/tue, verstehen?
• Was wird er/sie daraufhin wahrscheinlich tun?
• Ist dies das von mir Gewünschte?
• Was muss/kann ich verändern, damit es dem Gewünschten entspricht?
• Lebe ich selbst vor, was ich bei anderen erreichen will?
• Was kann ich bei mir selbst in Zukunft verbessern?
• Bedeutet es Lebensqualität, von mir geführt zu werden?

So manches kommunikative Desaster könnte vermieden werden, würde man öfter den eigenen Anteil an dem, was passiert, in den Fokus rücken. Hierdurch entstehen auch Fragen wie diese:

• Zeigen sich meine Mitarbeiter so führungsbedürftig, weil ich so bestimmend bin?
• Sind sie deshalb so ruhig, weil ich ihre Meinung nicht gelten lasse?
• Kommen keine Ideen von ihnen, weil ich immer alles besser weiß?

Selbstüberschätzung ist dabei eine große Gefahr. Um dieser Falle zu entgehen, bietet sich eine Selbstbild–Fremdbild–Führungsstil-Analyse an.

Selbstbild–Fremdbild–Führungsstil-Analyse: 30 Fragen und 1 Auswertungsschema

Bei der Selbstbild–Fremdbild–Führungsstil-Analyse formulieren Sie Fragen, die ursächlich mit Ihrer Führungsarbeit in Zusammenhang stehen. Diese bepunkten Sie auf einer Skala von null (trifft gar nicht zu) bis zehn (trifft voll und ganz zu).

Anschließend bitten Sie Dritte aus ihrem Umfeld, ebenfalls eine Bewertung abzugeben – natürlich, ohne dass diese die Ihre zu sehen bekommen. Dies kann anonym oder namentlich erfolgen, je nachdem, wie offen und ehrlich das Miteinanderumgehen ist.

Schließlich werden mithilfe des Johari-Fensters die sogenannten „blinden Flecken“ analysiert. Das sind Persönlichkeitsanteile, die sich der eigenen Wahrnehmung entziehen, von Dritten aber sehr gut erkannt werden können.

Die komplette Checkliste Mitarbeiterführung [1] finden Sie hier.

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