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Gastbeitrag: 7 Tipps für Pressearbeit im Internet

Die große Anzahl kostenloser Presseportale bietet auch Unternehmen mit schmalem Marketingbudget die Möglichkeit einer kostengünstigen Medienpräsenz. Melanie Tamblé [1]hat hier 7 wichtige Regeln zusammengestellt, die bei der Veröffentlichung auf Presseportalen zu beachten sind, damit Ihre Pressemitteilung von den Portalen akzeptiert und in den Suchmaschinen gut gefunden wird.

1. Von der Pressemitteilung zur Kundenmitteilung

Während die klassische Pressemitteilung exklusiv für die Presse bestimmt ist, erreicht die Online-Pressemitteilung die Öffentlichkeit direkt. Über die Veröffentlichung im Internet kann sie von jedem gelesen werden. Mit einer inhaltlichen Neuausrichtung der Mitteilungstexte auf potentielle Kunden lässt sich die Online-Pressemitteilung als wichtiges Instrument für die Neukundengewinnung einsetzen.

2. Mehrwert statt Werbung

Rein werbliche Pressemitteilungen bieten für den Leser keinen Anreiz und sind für die Presseportale uninteressant. Die mündigen Medienbürger des Web 2.0 erwarten ehrliche und transparente Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Sie suchen nach Antworten auf ihre Fragen und Lösungen für ihre Probleme. Eine Online-Pressemitteilung sollte daher kurze und interessante Informationen mit Mehrwert für den Leser bieten.

3. Die richtige Form der Online-Pressemitteilung

Texte werden im Web eher gescannt als gelesen. Ein gut strukturierter Text mit Zwischenüberschriften erleichtert die Online-Lesbarkeit. Dazu gehören eine aussagefähige Überschrift (Header), ein Einführungstext (Teaser) mit den wichtigsten Inhalten in 2-3 Sätzen, der eigentliche Pressetext (Body) in 3-5 gut lesbaren Absätzen, ein Abbinder (Boilerplate) mit Unternehmensinformationen und ein Absatz mit Kontaktinformationen. Zitate in Pressemitteilungen sind Ausdruck persönlicher Meinungen und somit besonders interessant.

4. Keywords und Keyword-Dichte (Keyword-Density)

Für das Suchmaschinen-Marketing ist es wichtig, in den Pressemitteilungen die richtigen Keywords (Schlagworte) zu verwenden. Die Analyse und Einbindung der passenden Suchbegriffe ist eine wichtige Maßnahme, um von Menschen und Maschinen gefunden zu werden. Eine Überfrachtung der Texte mit Schlüsselbegriffen ist jedoch nicht sinnvoll. Sinnentleerte Texte mit aneinandergereihten Keywords verstoßen gegen die Veröffentlichungsregeln der Presseportale. Zudem werden solche Texte auch von Google & Co. als Keyword-Spamming identifiziert. Wichtige Keywords sollten daher immer nur in inhaltlich relevanten Zusammenhängen verwendet werden.

5. Links und Landing Pages

Die Einbindung von Links hat viele Vorteile. Ein Link auf eine entsprechende Landing Page führt den Leser direkt zum Point of Sale. Außerdem wirken sich Links von anderen Portalen auf die eigene Website positiv auf das Ranking in den Trefferlisten der Suchmaschinen aus (Backlinks). Doch was für die Keywords gilt, gilt auch für die Verwendung von Links. Pressetexte, die zu viele Links enthalten, verstoßen gegen die Veröffentlichungsregeln der Presseportale und werden als Backlink-Spamming abgelehnt. Zu empfehlen ist eine sparsame und diskrete Verwendung von weiterführenden Links.

6. Rechtschreibfehler und Schreibarten prüfen

Eine Überprüfung der Texte auf Rechtschreibfehler sollte selbstverständlich sein. Fehler erzeugen nicht nur bei den Lesern einen schlechten Eindruck, sondern fallen auch bei den Suchmaschinen durch. Auch unterschiedliche Schreibweisen der Keywords sollten vorher mit Keyword Analyse Tools getestet werden. Schon die Verwendung von Singular und Plural oder zusammengesetzte Begriffe mit Bindestrich können einen großen Unterschied in den Suchmaschinenergebnissen erzielen.

7. Textlängen für Suchmaschinen optimieren

Damit Pressetexte von den Suchmaschinen optimal erfasst werden können, sollten bestimmte Textlängen berücksichtigt werden. Besonders wichtig ist dies für die Überschrift und den Teasertext, da sonst wichtige Satzbestandteile abgeschnitten werden. Für die Überschrift liegt die optimale Textlänge bei 63 Zeichen, während der Teasertext in maximal 153 Zeichen verfasst werden sollte.

Bonustipp

Eine regelmäßige Veröffentlichung kurzer und interessanter Pressemitteilungen drückt die Aktivität und Innovativität eines Unternehmens aus. Es ist also besser, in regelmäßigen Abständen kurze Meldungen zu versenden, als nur zweimal pro Jahr einen sehr ausführlichen Pressetext. Denn in den Suchmaschinen zählt vor allem die Aktualität eines Beitrags.


Dieser Beitrag ist auch erschienen im Erfolgsratgeber Neukundengewinnung.

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