Gallup-Studie: Loyalität zu Geldinstituten mangelhaft

Nichts gelernt? Bankkunden in Deutschland stellen ihren Kreditinstituten weiterhin schlechte Noten aus. Eine emotionale Bindung zur Bank des Vertrauens gibt es kaum. Das sind die zentralen Ergebnisse der kürzlichen Gallup Bankenstudie, bei der rund 3800 Kunden von Sparkassen, Genossenschaftsbanken und privaten Banken befragt wurden.

Die Gründe für das schlechte Urteil werden durch folgende Zahlen deutlich:

• Nur 21 Prozent der Befragten gaben an, dass die Mitarbeiter in den Filialen fehlerfrei arbeiten.
• Nur 26 Prozent gehen davon aus, dass in ihrer Anlaufstelle für Geldfragen Versprechen aus der Werbung oder von Mitarbeitern auch gehalten werden.
• Gerade 31 Prozent der Umfrageteilnehmer sind davon überzeugt, dass den Bankmitarbeitern ihre Arbeit Spaß macht.
• Lediglich 14 Prozent sind vollkommen loyal zu ihrem Geldverwalter.

„Die Banken müssen sich von Neukundenjägern zu Bestandskundenpflegern wandeln“, sagte Studienautor Marco Nink von Gallup Deutschland. Eine Weiterempfehlung durch einen zufriedenen Kunden sei schließlich wesentlich günstiger als Kampfkonditionen.

Das Hauptinstrument dafür sieht er in den klassischen Filialen. Vor allem dort könne eine emotionale und damit dauerhafte Bindung aufgebaut werden. Die Geschäftsstelle vor Ort ist laut Studie nach dem Geldautomaten der häufigste Kontaktpunkt. 66 Prozent der Kunden besuchten im vergangenen halben Jahr mindestens einmal eine Geschäftsstelle. Das zeige, dass die oft totgesagte Filiale durchaus wertgeschätzt wird. (Quelle:www.welt.de)

Auch wenn ich nicht Gallup bin: Ich sage das schon seit langem, zum Beispiel in meinem neuen Buch. Nur leider hat sich in der letzten Zeit keine einzige deutsche Bank bei mir gemeldet, um sich helfen zu lassen.

Kann mal jemand dort Bescheid sagen?

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